Ein ERP-Wechsel gehört zu den Themen, die niemand „mal eben nebenbei“ macht.
Die typischen Fragen:
- „Bleibt mein Betrieb dabei stehen?“
- „Was passiert mit all unseren Daten?“
- „Kommt das Team mit einem neuen System klar?“
Gute Nachrichten: Eine ERP-Migration zu Odoo muss kein Risiko-Projekt sein – wenn sie sauber strukturiert ist und nicht als Big-Bang, sondern als geführter Prozess in klaren Schritten gedacht wird.
Hier zeigen wir dir, wie so ein Wechsel in 6 Schritten aussehen kann.
1. Klarheit schaffen: Wo stehst du heute, wo willst du hin?
Bevor es um Tabellen, Schnittstellen oder Module geht, klären wir zuerst mit dir:
- Mit welchem ERP / Tool-Mix arbeitest du heute?
- Welche Bereiche laufen schon gut – und wo brennt es?
- Welche Prozesse willst du unbedingt im neuen System abbilden (z. B. Vertrieb, Lager, Fertigung, Projekte, Buchhaltung)?
- Was sind deine Ziele für die nächsten 3–5 Jahre?
Typische Ausgangslagen:
- älteres ERP, das kaum noch weiterentwickelt wird
- viele Insellösungen (Buchhaltung, CRM, Shop, Zeiterfassung, Tickets, Excel)
- viel „Schatten-IT“: Listen, eigene Tools, Access-Datenbanken im Hintergrund
In diesem Schritt entsteht kein Detailkonzept, sondern ein klares Bild, warum du überhaupt zu Odoo wechseln willst – und was sich dadurch verändern soll.
2. Zielbild & Projektzuschnitt definieren
Aus der Ist-Aufnahme entwickeln wir ein Zielbild:
- Welche Odoo Apps sollen im ersten Schritt live gehen?
- Welche Prozesse laufen später in Phase 2 oder 3 nach (z. B. HR, E-Learning, DMS)?
- Welche Systeme bleiben zunächst bestehen (z. B. Lohn, spezielle Fachsoftware) und werden angebunden statt ersetzt?
Hier legen wir gemeinsam fest:
- Projektumfang: Was gehört verbindlich in die erste Welle, was nicht?
- Prioritäten: Welche Bereiche bringen den größten Hebel (z. B. Angebotsprozess, Lager, Produktion, Rechnungsfreigabe)?
- Zeitachse: Welche Meilensteine sind realistisch – ohne den Betrieb zu überlasten?
Das Ergebnis ist ein realistischer Fahrplan, nicht ein Wunschzettel.
3. Technisches Setup & Prototyp in Odoo
Bevor alle Daten umziehen, richten wir eine Odoo-Instanz ein, in der wir mit echten Beispielen arbeiten können:
- Basis-Konfiguration: Firmenstammdaten, Kontenplan, Steuern, Sprachen, Währungen
- Einrichtung der relevanten Odoo Apps (z. B. CRM, Verkauf, Lager, Fertigung, Buchhaltung, Projekte)
- erste Stammdaten in Odoo (ein Ausschnitt deiner Kunden, Artikel, Produkte)
-
Modellierung deiner Kernprozesse als Prototyp:
- Angebot → Auftrag → Lieferung → Rechnung
- Fertigungsablauf
- Projekt & Zeiterfassung
- Service / Helpdesk
In diesem Schritt „übersetzen“ wir deine Abläufe in die Odoo-Logik.
Du bekommst ein Gefühl dafür, wie sich dein Alltag in Odoo anfühlt – bevor wir alles migrieren.
4. Datenmigration: Stammdaten, Bewegungsdaten, Historie
Die Datenmigration ist der Teil, vor dem viele am meisten Respekt haben.
Deshalb gehen wir strukturiert vor:
4.1 Was wirklich umziehen muss
Gemeinsam definieren wir:
-
Welche Stammdaten kommen mit?
- Kunden, Lieferanten
- Artikel, Produkte, Stücklisten
- Preise, Rabatte, Konditionen
-
Welche Offen-Positionen und Bewegungsdaten brauchst du im neuen System?
- offene Angebote & Aufträge
- offene Bestellungen
- offene Posten (Debitoren / Kreditoren)
- Lagerbestände
-
Welche Historie wird benötigt – und wie tief?
- z. B. die letzten 2–3 Jahre für Auswertungen
- Rest bleibt im Altsystem lesbar oder in einem Archiv
4.2 Technischer Weg
Je nach altem System: Export (CSV, SQL, Schnittstellen) → Transformation → Import nach Odoo.
Wichtig: Wir testen das nicht erst beim Go-Live, sondern früh mit Testmigrationen, bis Struktur & Qualität passen.
Ziel ist, dass dein Team im neuen System:
- mit vertrauten Kunden, Artikeln, Projekten arbeitet
- alle offenen Geschäftsvorfälle sauber wiederfindet
- aber nicht von 20 Jahren Datenmüll erschlagen wird
5. Schulung, Tests & Parallelbetrieb
Bevor wir „den Stecker ziehen“, sorgen wir dafür, dass:
- deine Key-User Prozesse in Odoo selbst durchspielen können
- typische Fälle getestet sind: Standardfälle, Ausnahmen, Sonderlogiken
- Rückmeldungen aus dem Team ins System einfließen (Feintuning)
Schulung
Wir schulen nicht „Odoo im Allgemeinen“, sondern rollenbasiert:
- Vertrieb / Auftragsbearbeitung
- Einkauf / Disposition
- Lager / Produktion
- Buchhaltung / Controlling
- ggf. Service, Projekte, HR
Das Ziel: Deine Leute wissen genau, wie ihr Job in Odoo aussieht – nicht, wo theoretisch welche Knöpfe sind.
Parallelbetrieb (wo sinnvoll)
In kritischen Bereichen kann es sinnvoll sein, kurzzeitig:
- im alten System weiter zu buchen
- parallel in Odoo mitzulaufen (z. B. bei Warenbewegungen, Projektzeiten)
Das hilft, letzte Kinderkrankheiten zu finden – ohne dass gleich echte Belege betroffen sind.
6. Go-Live & laufende Optimierung
Der eigentliche Go-Live ist am Ende „nur“ die sichtbare Spitze der Arbeit:
- Stichtag definieren (z. B. Monatsanfang oder direkt nach Jahreswechsel)
- finaler Datenabzug aus dem Altsystem (Offene Posten, Bestände, offene Vorgänge)
- letzte Migration in Odoo
- Umschalten: Neue Vorgänge werden nur noch in Odoo erfasst
In den ersten Wochen nach dem Go-Live begleiten wir dich eng:
- Fragen aus dem Tagesgeschäft
- kleine Nachjustierungen (z. B. Reports, Workflows, Berechtigungen)
- Planung der nächsten Ausbaustufen (Prozesse, Apps, Automatisierungen)
So wird aus der ERP-Migration kein „Einmal-Projekt“, sondern der Start in eine laufende Digitalisierung mit Odoo.
Typische Risiken bei ERP-Migration – und wie wir sie abfedern
Ein paar Stolpersteine begegnen uns in fast jedem Projekt:
- Datenqualität: Dubletten, alte Stammdaten, unklare Felder → wir bereinigen vor oder beim Umzug.
- Überambitionierter Scope: „Wir machen alles neu auf einmal“ → wir schneiden das Projekt bewusst kleiner.
- Zu wenig Einbindung der Fachbereiche: Nur IT entscheidet → wir holen Vertrieb, AV, Lager, Buchhaltung etc. mit ins Boot.
- Angst im Team: „Noch ein System…“ → klare Kommunikation, gute Schulung und Mitgestaltung nehmen Druck raus.
Der Unterschied zwischen „chaotischer ERP-Migration“ und einem kontrollierten Wechsel ist selten das System – sondern die Art, wie man das Projekt aufsetzt.
Wie eine ERP-Migration zu Odoo mit RATOCON konkret aussieht
Wir sehen eine ERP-Migration zu Odoo nicht als Lizenzverkauf, sondern als Veränderungsprojekt in deinem Unternehmen.
Typischer Ablauf mit uns:
-
Erstgespräch & Grobanalyse
- Welche Systeme nutzt du heute?
- Welche Probleme willst du lösen?
- Welche Bereiche sollen in Odoo abgebildet werden?
-
Workshop & Migrationskonzept
- Prozessaufnahme der wichtigsten Abläufe
- Skizze des Zielbilds in Odoo
- Migrationsstrategie (Daten, Go-Live, Parallelbetrieb)
-
Umsetzung & Prototyping
- Odoo-Setup, Anpassungen, Schnittstellen
- Testmigrationen & Prototyp mit echten Beispielen
- Schulungen & Tests mit deinem Team
-
Go-Live & Begleitung
- finaler Wechsel auf Odoo
- enge Begleitung im Tagesgeschäft
- gemeinsame Roadmap für weitere Schritte
Unverbindliches Erstgespräch: Wie könnte dein Wechsel zu Odoo aussehen?
Wenn du gerade vor der Entscheidung stehst, dein aktuelles ERP abzulösen – oder deine Tool-Landschaft endlich auf eine Plattform wie Odoo zu bringen –, lohnt sich ein strukturiertes Gespräch mehr als das nächste Produktvideo.
In einem unverbindlichen Erstgespräch klären wir gemeinsam:
- aus welchen Systemen du heute kommst (ERP, Buchhaltung, CRM, Shop, Eigenlösungen)
- welche Bereiche du in einer ersten Etappe nach Odoo migrieren möchtest
- welches Migrationsszenario zu deinem Unternehmen, deinem Tempo und deinem Budget passt
Wenn du möchtest, skizzieren wir dir auf dieser Basis einen 6-Schritte-Fahrplan, der dir zeigt, wie ein Wechsel zu Odoo bei dir konkret aussehen kann – ohne deinen Betrieb lahmzulegen.
👉 Melde dich gerne für ein unverbindliches Erstgespräch – und wir prüfen gemeinsam, ob und wie eine ERP-Migration zu Odoo für dein Unternehmen der richtige nächste Schritt ist.